Rasseporträt

Labrador Retriever

 

Die Wurzeln des Labrador Retrievers liegen an den Küsten Neufundlands. Als direkter Vorfahre des Labrador Retriever gilt der „St. John's Dog“, dessen Aufgabe darin bestand, den Fischern bei ihrer Arbeit zu helfen. Sie benötigten einen exzellenten Schwimmer, der sowohl verlorengegangenen Fisch und abgetriebenes Fanggerät zum Boot zurückbrachte als auch Wassergeflügel aufstöberte und erlegtes Wild apportierte.

Die ersten „St. John's“ Hunde kamen Anfang des 19. Jahrhunderts über den Seehandel nach England. Der Name "Labrador" wurde 1887 erstmals als Rassebezeichnung verwendet. Obwohl der Labrador Retriever erst 1903 vom englischen Kennel Club anerkannt wurde, erkannte eine Handvoll Aristokraten bereits weit vorher dessen besondere Vorzüge für die Jagd und züchtete den Labrador Retriever als Spezialisten für die Arbeit nach dem Schuss. Ein erster Standard für den Labrador Retriever wurde 1916 erstellt. Bereits in den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts begann eine Aufspaltung der Rasse in Arbeits- und Schönheitslinien, die bis heute andauert.

Charakter & Verhalten

Der Labrador Retriever ist ein aktiver, arbeitsfreudiger, zugleich aber auch ausgeglichener Hund. Er zeichnet sich durch seine hervorragende Nase, Apportierfreudigkeit, Weichmäuligkeit, Standruhe, angeborene Fähigkeit zu markieren (das heißt, sich die Fallstellen von erlegtem oder geflügeltem Federwild zu merken), ausgeprägte Wasserfreude und Leichtführigkeit aus. Letztere beruht vor allem auf dem angeborenen "will to please" des Labrador Retrievers, dem Willen, seinem Führer zu gefallen.

Haltung & Pflege

Labrador Retriever sind sehr menschenbezogene Hunde. Sie sollten daher weder im Zwinger gehalten noch täglich stundenlang alleingelassen werden. Besonderes Merkmal des Labrador Retrievers ist das wetterfeste, Wasser und Schmutz abweisende Fell. Das kurze Deckhaar mit der dichten Unterwolle trocknet schnell und ist sehr pflegeleicht. Ein regelmäßiges Bürsten ist beim Labrador Retriever meist nur während des Haarwechsels notwendig. Labrador Retriever fressen leidenschaftlich gerne, deshalb ist strikt auf eine angemessene Futtermenge zu achten!

Beschäftigung & Erziehung

Die Erfolgsgeschichte des Labrador Retrievers beruht im Wesentlichen auf seinem freundlichen Naturell, seiner Anpassungsfähigkeit, Intelligenz und Lernbereitschaft. So erfreut sich der Labrador Retriever heute längst nicht mehr nur als zuverlässiger Jagdgefährte, sondern ebenso als Familienbegleit-, Ausstellungs-, Blindenführ-, Assistenz- und Therapiehund und in verschiedensten Hundesportbereichen größter Beliebtheit. Auch wenn der Labrador Retriever als leicht erziehbar gilt, bedarf es einer konsequenten Erziehung und sinnvollen Beschäftigung.

Erbanlagen und Gesundheit

Grundsätzlich ist der Labrador Retriever eine robuste und unempfindliche Rasse. Jedoch kommen beim Labrador Retriever trotz strenger Zuchtselektion vererbte Entwicklungsstörungen in Form von Hüftgelenks- (HD) und Ellbogendysplasien (ED) sowie verschiedene Augenerkrankungen vor. Durch die Entwicklung diverser Gentests lassen sich heute schwerwiegende Erkrankungen wie die Generalisierte Progressive Retinaatrophie (GPRA), die Centronukläre Myopathie (CNM) oder der „Exercise Induced Collapse“ (EIC) züchterisch vermeiden.
 

Chesapeake Bay Retriever

 
Weitere Informationen

Rassevereine und Rasseclubs

Deutscher Retriever Club e.V. (DRC)

Labrador Club Deutschland e.V.

Buch-Tipp
 
Anja Möller: Labrador RetrieverFamilienmitglied, Blindenführhund, Rettungshund, Jagdbegleiter – der Labrador ist ein Multitalent und begeistert durch sein einfühlsames, intelligentes Wesen. Die Labrador-Expertin Anja Möller beschreibt ausführlich die unterschiedlichen Zuchtrichtungen, Einsatzgebiete und Besonderheiten bei der Aufzucht und Haltung. Außerdem erfahren Sie im KOSMOS Buch "Labrador Retriever" wie man die Hunde optimal fördert und rassegerecht erzieht. Großformatige Fotos zeigen den Labrador von seiner schönsten Seite.

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