Der Dackel - Kleiner Charmeur

Dackel sind lebenslustige und vielseitige kleine Gesellen. So energisch und kernig sie sich bei ihrer jagdlichen Arbeit zeigen können, so liebevoll sind sie mit ihren Menschen.

Dackel

Der kleinste Jagdgebrauchshund wurde schon im Mittelalter für die Baujagd auf Dachs, Fuchs und Kaninchen, das Verfolgen von Schweißfährten und Wildfährten sowie zum Stöbern gezüchtet. Die Vorfahren des Dackel sind Bracken, aus denen ein leichterer und kurzbeinigerer Typ entstand, die zum Beispiel Tachs-Schlieffer, Tachs-Krieger und Dachshunde genannt wurden. 

Im 18. Jahrhundert glich sich ihr Aussehen dem heute bekannten Dackel an. 1879 wurden Rassekennzeichen festgelegt und 1888 der Deutsche Teckelklub gegründet. Es gibt neun Rassen: Kurz-, Lang- und Rauhaardackel in je drei Größen. Kurzhaardackel sind die ältesten Vertreter. Die Langhaardackel entstanden durch Einkreuzung von Wachtelhunden, Spanieln und Settern, beim Rauhaardackel waren es unter anderem Schnauzer, rauhaarige Bracken und Dandie Dinmont Terrier.

Charakter & Verhalten

Der Dackel, Teckel oder Dachshund, wie er auch genannt wird, ist eine große Persönlichkeit, die weiß, was sie will. Sein sprichwörtlicher Dickkopf, seine Hartnäckigkeit und seine Tapferkeit gehen auf die jagdliche Verwendung des Dackel zurück, wo er sich wehrhaften Gegnern stellen und dabei selbst Entscheidungen treffen musste – zögerliches Handeln war da fehl am Platz. Er ist anpassungsfähig, lebenslustig, fröhlich und immer für einen Spaß zu haben. Dabei bringt der Dackel auch großes schauspielerisches Talent mit, das für viele lustige Situationen sorgt.

Haltung & Pflege

Bürsten Sie das pflegeleichte Fell des Dackels zwei- bis dreimal pro Woche mit einer Naturborstenbürste. Kämmen Sie bei Langhaardackeln die längeren Haare vorsichtig und schneiden Sie bei Langhaardackeln und Rauhaardackeln die Haare zwischen den Pfoten kurz. Das Fell des Rauhaardackels fällt nicht aus, sollte jedoch je nach Haartyp regelmäßig gezupft oder getrimmt werden. Die Hängeohren müssen wöchentlich von eventuell vorhandenen Verschmutzungen befreit werden.

Dackel, Teckel

Beschäftigung & Erziehung

Beschäftigung ist wichtig. Rassebedingt bietet sich alles an, was die Nase des Dackels fordert – auch Apportieren. Zusätzlich sind für den Dackel angemessene und abwechslungsreiche Spaziergänge wichtig. Sport darf den Rücken nicht belasten. Daher sollte der Dackel dabei zum Beispiel nicht viel springen. Der Dackel ist clever und lernfreudig. Der Mensch muss ihm aber zeigen, wo sein Platz in der Familie ist, ihn liebevoll, aber konsequent erziehen und auf eine gute Sozialisierung achten. Nicht jeder Dackel ist ein Hund für Anfänger.

Erbanlagen & Gesundheit

Die Diskopathie (Teckellähme) ist die bekannteste Rassedisposition. Dabei kommt es durch Verletzung, Degeneration oder Kalkeinlagerungen zum Bandscheibenvorfall. Anzeichen können Berührungsempfindlichkeit und das Vermeiden oder vorsichtige Ausführen bestimmter Bewegungen bis hin zu deutlichen Schmerzen oder Lähmungen sein. Weitere Dispositionen bestehen für Harnsteine, Epilepsie, Erkrankungen des Hormonsystems, der Augen und der Haut.

Steckbrief

  • Klassifikation nach FCI: Nr. 148, Gruppe 4: Dachshunde
  • Herkunft: Deutschland
  • Größe:
    Teckel: Brustumfang über 35 cm
    Zwergteckel: Brustumfang 30 bis 35 cm
    Kaninchenteckel: Brustumfang bis 30 cm
  • Gewicht:
    Teckel: 10 kg
    Zwergteckel: bis ca. 5,5 kg
    Kaninchenteckel: bis ca. 4 kg
  • Fellarten: Kurzhaar, Langhaar, Rauhaar
  • Fellfarben: einfarbig rot, rotgelb und gelb, zweifarbig tiefschwarz oder braun mit rostbraunen oder gelben Abzeichen, gefleckt (getigert und gestromt); Rauhaarteckel gibt es noch in hell- bis dunkelsaufarben sowie rot und dürrlaubfarben
  • Lebenserwartung: 12 bis 15 Jahre